Mit dem Holodeck-VR in die Zukunft eintauchen

Virtuelle Realität als Teil der Gegenwart

Mit dem Holodeck-VR des Fraunhofer IIS wird die Vision aus Star Trek Wirklichkeit. Dank verschiedener Tracking-Technologien kann sich eine Vielzahl an Personen gleichzeitig in einer virtuellen Welt auf bis zu 40 000 m² frei bewegen und beispielsweise auf Abenteuerreise gehen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten für unterschiedliche Branchen.

Das bieten wir
Plattform (Holodeck) VR-Technologien für Virtuell Reality Anwendungen auf großen Flächen mit vielen Nutzern (Multiplayer).
Das brauchen wir
Partner, mit denen wir gemeinsam die aktuellen Möglichkeiten für unterschiedliche Branchen erweitern und verbessern.

Das Fraunhofer IIS bietet die interaktive Nutzung von 3D-Modellen aus den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen im weltweit einzigartigen Test- und Anwendungszentrum L.I.N.K. an. Auf 1400 m² Bewegungsfreiraum können Firmen anwendungsnah ihre Anforderungen testen. Die Ingenieure unseres Institutes entwickeln eine Virtual-Reality-Anwendung, welche auf die lokalen Anforderungen beim Kunden abgestimmt wird.

Hinter dem »Brille aufsetzen und los« steckt natürlich ein riesiger Aufwand an Forschung und Entwicklungen durch das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS in Nürnberg. Dies ermöglicht einzigartige Erlebnisse in virtuellen Welten. Die erforschbaren Kulissen sind unendlich vielfältig und führen doch alle zu einem Ergebnis: die aktuellen Möglichkeiten erweitern und verbessern. So kann Virtual Reality nicht nur im Zusammenhang mit Unterhaltung einen Mehrwert bieten, in dem sie häufig genannt wird.

Andere Einsatzarten können beispielsweise der virtuelle Bau einer Produktion sein. Verbesserungspotenzial wird so schon erkannt, bevor auch nur die erste Schraube festgedreht wurde. Bei der Erstellung von Szenarien sind so kaum Grenzen gesetzt, und es erschließen sich neben Architektur oder Stadtplanung auch noch ganz andere Anwendungsgebiete als virtuelle Baumaßnahmen.

Im Healthcare-Bereich spielen Ängste eine elementare Rolle, die sich bekanntermaßen oftmals bekämpfen lassen, indem man sich ihnen stellt. Höhenangst oder Klaustrophobie können so schrittweise bekämpft werden, und das ohne die Kosten einer realen Konfrontation. Zusätzlich ist es wesentlich sicherer, nur eine Brille aufzusetzen, als sich in eine mögliche Gefahrensituation zu begeben.

Last but not least können virtuelle Welten auch Unterhaltung auf ein neues Level heben. Ob Kultur in Museen von zu Hause aus erleben, eine Runde gruseln oder auch einfach ein Fußballspiel mehr als live genießen – im Virtuellen kann jeder Stimmung und jedem Hobby ganz entspannt nachgegangen werden. Auch in einigen Freizeitparks bietet die virtuelle Erfahrung schon ein spannendes Erlebnis zusätzlich zur Action in der Achterbahn oder auch nur beim Bummeln durch die VR-Welt.

Der Winterbekleidungshersteller Bogner hat noch ein weiteres Potenzial für sich entdeckt: innovatives Marketing. Auf der ISPO-Messe 2017 konnten Besucher so die neue Kollektion auf einer Plattform in schwindelerregender Höhe in einem Gebirge bestaunen.

Um das alles möglich zu machen, muss das Bild der Virtual Reality möglichst exakt zu den Bewegungen des »Weltenwanderers«, also des Nutzers passen. Sensoren in der Brille müssen dafür genauestens die Bewegungen des Kopfes und dessen Position erfassen, die dann durch die Fraunhofer-Software auf das virtuelle Bild übertragen werden. Das Besondere am Holodeck-VR: Der Nutzer kann sich frei im Raum bewegen. Er muss dafür aber zusätzlich noch exakt lokalisiert werden – hier stellt das Fraunhofer IIS seine Expertise auf dem Gebiet der Lokalisierung unter Beweis. Entwickelt wird das Ganze am Standort Nürnberg, wo die VR-Erfahrung in der LINK-Halle auf 1400 m² gezeigt und getestet werden kann. In der Praxis sind, je nach Lokalisierungstechnologie, bis zu 40 000 m² im Mulitplayer-Modus möglich. Die Vermarktung des Holodeck-VR erfolgt über das eigens gegründetes StartUp »Holodeck-VR«, das die Vermietung für Events, den Verkauf oder auch andere Dienstleistungen anbietet.

Autoren: René Dünkler, Stephan Otto, Lea Otte – Fraunhofer IIS

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