Virtual Reality für Architekten: Eintauchen in geplante Bauprojekte

Fraunhofer ermöglicht Interaktion mit 3D-Modellen

Virtuell-Reality-Anwendungen im Architekturbereich sind fast so alt wie die Virtuelle Realität selbst. Doch obwohl Technologie, Erfahrung und preisgünstige Hardware vorhanden sind, finden die Möglichkeiten der Virtual-Reality-Forschung bisher noch selten Anwendung bei Bauprojekten. Mit Hilfe von Fraunhofer Austria und interessierten Projektpartnern könnte sich das bald ändern.

Das bieten wir
Jahrzehntelange Erfahrung mit Virtual-Reality-Anwendungen im Architekturbereich.
Das brauchen wir
Projektpartner aus der Industrie, um die vorhandenen Möglichkeiten in Bauprojekten einzusetzen.

Durch VR-Brillen tauchen Endanwender in vom Computer erzeugte 3D-Welten ein. Gerade im Architekturbereich erschließt das eine Fülle von Anwendungsszenarien: CAD-Daten ermöglichen es, einen Gebäudeplan mit relativ wenig Aufwand in 3D am Computer zu visualisieren. Diese Option wird vor allem für größere Bauprojekte interessant. Egal ob es sich um ein Luxusanwesen, einen Bahnhof oder ein Flughafenterminal handelt, Bauherren und Architekten können so verschiedene Planungsalternativen in ihrer zukünftigen Erscheinungsform begutachtet werden. Hier sind Änderungen noch leicht vorzunehmen und entdeckte Fehler kostengünstig zu beseitigen.

Besonders unmittelbar wird diese Option mit sogenannten »immersiven VR-Techniken«. Dort taucht der Nutzer vollständig in die Virtuelle Realität ein. Die mittlerweile kostengünstigen VR-Brillen ermöglichen es, sich in diesen Szenen zu bewegen und einen realitätsnahen Eindruck zu erhalten. Die Besonderheit sind die Interaktionsmöglichkeiten mit den 3D-Modellen. Details oder Alternativen lassen sich so gestalten, dass Architekt und Bauherr direkt in der VR-Umgebung Anpassungen vornehmen können.

Eine Alternative zu den VR-Brillen bieten sogenannte CAVEs (Cave Automatic Virtual Environment). Damit sind 3D-Projektionsräume gemeint, in denen sich die Nutzer frei bewegen können. Die in Graz installierte DAVE (Definitely Affordable Virtual Environment) ist ein vierseitiger Projektionsraum, durch den man vollständig in eine virtuelle Realität eintauchen kann. Das Besondere im Gegensatz zum 3D-Kino ist, dass die Position des Betrachters vom Computer gemessen wird. Dadurch ist es möglich, die Perspektive der 3D-Darstellung korrekt anzupassen, sodass der Nutzer zum Beispiel unter Objekte schauen kann. Zudem wird im Gegensatz zur Brille das Größenverhältnis vom eigenen Körper zum VR-Modell wahrgenommen. Dadurch ist der Gesamteindruck realistischer.

VR-Architekturanwendungen sind fast so alt wie die Virtuelle Realität selbst: Alleine unsere Erfahrung bei Fraunhofer zu diesem Anwendungsgebiet umfasst mehrere Jahrzehnte. Zusammen mit den Kollegen vom Fraunhofer IGD können wir auf Basis der CAD-Daten Bauprojekte realitätsnah visualisieren. Um die vorhandenen Möglichkeiten zu verbreiten, suchen wir aktuell nach Partnern.

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