Effizientes Recycling von Solarmodulen und anderen High-Tech Produkten

Materialselektive Zerkleinerung im neuen Schockverfahren

Mit unserem neuen Recyclingverfahren können Solarmodule und andere High-Tech Produkte einfach und chemikalienfrei in die einzelnen Materialfraktionen zerlegt werden. Dies ermöglicht eine höhere Materialausbeute bei der Rückgewinnung sowie effizientere Aufbereitungsprozesse und zusätzliche Verwertungsmöglichkeiten der Materialien. Die Projektgruppe IWKS des Fraunhofer ISC unterstützt Partner bei der Entwicklung innovativer Recyclinglösungen für die unterschiedlichsten Einsatzfelder.

Erste Pilotanlage für die industriell anwendbare Applikation der EHZ an der Projektgruppe IWKS   © ImpulsTec GmbH

Erste Pilotanlage für die industriell anwendbare Applikation der EHZ an der Projektgruppe IWKS © ImpulsTec GmbH

Ziel unserer Projektgruppe ist es, die Energie- und Materialeffizienz von Recyclingprozessen zu verbessern. Hierfür haben wir ein Verfahren entwickelt, mit dem Werkstoffverbunde einfacher und insbesondere chemikalienfrei in die einzelnen Materialklassen, wie Metall, Halbleiter, Glas und Polymer getrennt werden.

Ermöglicht wird dies durch ein spezielles elektrohydraulisches Fragmentierungsverfahren, bei dem die Ausgangsstoffe in Wasser eingebracht und über Schockwellen (elektrisch erzeugte, intensive Druckwellen) materialselektiv zerlegt werden. Durch Sieben und Filtern können die verschiedenen Wertstoffe anschließend relativ einfach im Vergleich zu anderen Verfahren abgetrennt werden. Diese Auftrennung ist Basis für die nächsten Schritte einer hocheffizienten Aufbereitung. Das neue Verfahren kann auf verschiedenste Produkte aus dem Bereich der Energietechnologien übertragen werden.

Für Solarmodule haben wir unser Verfahren bereits erprobt. Dabei konnten wir mehr als 80 Prozent des enthaltenen Glases in hoher Reinheit abtrennen. Das im Solarmodul niedrig konzentrierte Halbleitermaterial wurde gleichzeitig stark aufkonzentriert und kann durch die erzielte Einsparung an Materialvolumen mit deutlich vermindertem Prozessmitteleinsatz weiterbehandelt und aufbereitet werden. Zusätzlich konnten wir das qualitativ hochwertige hochtransparente Frontglas vollständig von dem einfacheren Rückseitenglas separieren, was eine getrennte Wiederverwertung ermöglicht. Die verschiedenen wertvollen und begrenzt verfügbaren Materialien können so im Sinne der Energiewende gesichert werden.

Lithium-Ionen-Batterien und zurückgewonnenes Elektrodenmaterial  © Fraunhofer ISC – Projektgruppe IWKS

Lithium-Ionen-Batterien und zurückgewonnenes Elektrodenmaterial © Fraunhofer ISC – Projektgruppe IWKS

Das Verfahren setzen wir ebenfalls für das Recycling von Lithium-Ionen-Batterien und die dazugehörigen Produktionsausschüsse ein. Da es mit unseren rein physikalischen Trennprozessen möglich ist, Stoffe in Form der bereits synthetisierten Verbindungen zurück- zugewinnen, können die enthaltenen hochwertigen Elektrodenmaterialien so für neue Produkte wieder-verwendet werden. Durch die vollständige oder partielle Einsparung einer erneuten Materialsynthese kann die Energie- und Materialeffizienz des Recyclings signifikant verbessert werden. Dies garantiert einen zunehmenden ökologischen und auch ökonomischen Vorteil gegenüber der Förderung von Primärrohstoffen.

Gern unterstützen wir Sie bei Ihren Recyclingvorhaben für die verschiedensten Altprodukte oder Produktions-ausschüsse und entwickeln nach Ihren Anforderungen spezifische Prozesslösungen. Hierfür bieten wir Ihnen die neusten Zerkleinerungs- und Trenntechnologien in Kombination mit einer umfassenden Materialkenntnis.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.