Wir bieten schnellere und einfachere Analysen Dank integrierter Durchflusszytometrie mit Zellsorterfunktion und Option zur Einzelzellablage. Um den bestehenden Demonstrator zur Marktreife fortzuentwickeln, suchen wir Endanwender oder Gerätebauer, die an der Vermarktung des CTCelect Systems interessiert sind. Die Funktionalität konnte in Laborexperimenten nachgewiesen werden.

Tumorzelle im menschlichen Blutkreislauf. © fotolia

Tumorzelle im menschlichen Blutkreislauf. © fotolia

Der internationale Markt für die Durchflusszytometrie wuchs in den vergangenen fünf Jahren um mehr als zehn Prozent pro Jahr. Neueste Prognosen gehen von einem weiteren Wachstum mit einer Verdopplung des Markvolumens auf fünf Milliarden Euro im Jahr 2020 aus. Der Markt ist geprägt von mehreren großen Anbietern leistungsfähiger Laborinstrumente (mehrere Anregungslaser, viele Fluoreszenzdetektionskanäle). Die derzeit dominierenden Laborgeräte sind allerdings nur von Experten bedienbar und bedürfen täglicher Kalibrierung, Justage und regelmäßiger Reinigung. Zudem mangelt es an flexiblen Systemen, die neue Anwendungen, zum Beispiel in der Einzelzellenanalytik, erschließen können.

Wir in der Abteilung Mikrofluidische Analysesysteme des Fraunhofer ICT-IMM haben uns ein weitreichendes Know-how in der Handhabung von Zellsuspensionen, der Integration von optischen Elementen, der Mikrofluidik sowie dem Kunststoffspritzguss erarbeitet. Unsere technologischen Grundlagen und die entwickelten Systeme erlauben es, bei CTCelect auf eine regelmäßige Kalibrierung und Reinigung zu verzichten sowie eine selbstjustierende Funktion zu implementieren. So kann dem Bedarf nach anwendungsspezifischen und einfach bedienbaren Geräten für den dezentralen Einsatz bestens entsprochen werden. Testreihen haben gezeigt, dass in unserem integrierten System auch für Zelltypen, für die nur geringe Fluoreszenzintensitäten erreicht werden können (z.B. Legionellen, E-coli Bakterien, Tumorzellen), die Detektion in polymerbasierten mikrofluidischen Systemen möglich ist.

Dabei werden optische Komponenten in eine preisgünstige Spritzguss-Kunststoffkartusche integriert. Fluoreszenzanregung und Detektion erfolgen mit einem einfach integrierbaren, selbstjustierenden optischen Zugang zur Kunststoffkartusche, sodass ein simpler Austausch wie bei einer heutigen Pipettenspitze vor jeder Analyse möglich ist. Durch den Wegfall der kompletten Reinigungsanforderungen entfällt auch eine potentielle Kontaminationsquelle. Anwendungen für die Durchflusszytometrie reichen vom Bereich der Wasseranalytik über Diagnostik- und Life-Science-Anwendungen wie die Zählung und Isolierung von Tumorzellen aus Patientenblut über Routinetests für in der Hämatologie, der Infektiologie und der Immunologie. Im besonders anspruchsvollen Anwendungsfall der Isolierung zirkulierender Tumorzellen aus Patientenblut konnte das CTCelect System mit hoher Sicherheit einzelne Zielzellen in einer Probenmenge von 8 ml Vollblut aufspüren.

Folgende Erweiterungen bieten sich auf Basis des aktuellen Entwicklungsstandes an:

– Erweiterung der Anzahl der Detektionskanäle zur Erschließung weiterer Anwendungsfelder
– Entwicklung anwendungsspezifischer Reagenzien-Kits
– Entwicklung maßgeschneiderter mikrofluidischer Kartuschen für spezifische Zellassays

Um die Marktreife des CTCelect Systems erreichen zu können, suchen wir Industriepartner aus dem Bereich Life Science und Laborautomatisierung oder Optik-OEM-Komponentenhersteller, die dieses kommerziell relevante Feld zusammen mit uns weiterverfolgen wollen. Ein kompaktes und kostengünstiges OEM-Design ermöglicht den Aufbau einer neuen Generation von Pipettierköpfen für den wachsenden Markt von Zellexperimenten sowie die Integration in Geräte für die schnelle vor-Ort Analytik.

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